Braunschweiger Zeitung

von l.iwersen • 21 Oktober 2006

Die Braunschweiger Zeitung berichtet am Samstag, 21.10.2006

Hochwasserschutz: Preis für Eta-Max

Verleihung ist diesen Montag auf der Messe “Systems 2006″ in München

Von Harald Duin

Für sein System der verbesserten Vorhersage von Hochwasser wird am Montag in München das Braunschweiger Unternehmen Etamax space GmbH ausgezeichnet.

Geschäftsführer Holger Sdunnus nimmt den Preis im Galileo Masters Wettbewerb auf der Messe “Systems 2006″ entgegen.

Der Wettbewerb wird europaweit mit dem Ziel ausgeschrieben, innovative Ideen zur Nutzung des europäischen Satellitensystems Galileo zu entwickeln. Galileo soll Ende 2010 betriebsbereit sein. 30 Satelliten (27 plus drei Ersatz-Satelliten) sollen in einer Höhe von etwa 23260 Kilometern die Erde umkreisen. Sie haben Verbindung mit einem Netz von Bodenstationen. Galileo macht die genauere Bestimmung einer Position möglich als das jetzige amerikanische GPS-System.

Derzeit verdichten sich die Hinweise, dass auf Grund von Klimaveränderungen Hochwasser künftig öfter und intensiver auftreten könnten. Selbst technisch hoch entwickelten Ländern wie Deutschland fehlt immer noch die Möglichkeit, Hochwasser verlässlich vorherzusagen.

Laut Unesco sind jährlich weltweit 520 Millionen Menschen von Hochwasser betroffen. Rund 25 000 Todesopfer sind jährlich zu beklagen. Auch in Deutschland kommt es häufiger zu Hochwasser.

Eta-Max nennt sein System “G-WaLe” – Kurzform für “Galileo Based Measurement of Water Level) – ein Netz von einigen Dutzend etwa fußballgroßen, mobilen Schwimmeinheiten, den so genannten Floatern. Jeder Floater ist mit einem Galileo-Empfänger, einer Energieversorgung, einer Speicher- sowie einer Kommunikationseinheit ausgerüstet. Bei Bedarf können die Floater mittels Auto, Flugzeug oder Schiff schnell auch in abgelegenen Flussregionen abgesetzt werden.

Die quasi stationär ankernden Floater übermitteln den Wasserstand über ihre vertikalen Positionsdaten an eine Empfangsstation am Flussufer. Die Qualität sei höher als bei bisherigen Systemen, ist Holger Sdunnus überzeugt.

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